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Die Linie der Freiherren von Syberg zu Schwerte, Hees und Sümmern nimmt ihren Anfang mit Berthold I. von Syberg aus dem Hause Wischlingen. Er war der dritte Sohn von Jürgen I. von Syberg und der Anna von Plettenberg, der Teilerbin des Hauses Wischlingen (siehe Teil III). Sein ältester Bruder Wolter setzte die Linie der Syberg zu Wischlingen fort. Der andere Bruder Jürgen dagegen begründete die Linie der von Syberg zu Voerde (siehe Teil IV und V). Berthold I. ging 1562 nach Livland und wurde Herr zu Schloßberg und Beffern, sowie anderer Güter. Doch kehrte er einige Jahre später wieder nach Westfalen zurück und trat als Stallmeister in die Dienste des Bischofs von Münster.
An der Stelle des heutigen Hauses dürfte zuvor das Syberg'sche Wohnhaus gestanden haben.
Über den Umfang der Besitzungen der von Sybergs zu Schwerte ist nicht viel bekannt. Er muß jedoch erheblich gewesen sein. Außerdem besaßen sie Höfe in Hengstey, Bathey und Böhle von Johann v. d. Recke zu Drensteinfurt zu Lehen. Ferner den Fischerhof zu Bathey, den Tiemanns- und Küpperskotten zu Fley, den Höinghof zu Hagen, den Hof zu Garenfeld nebst zwei Kotten, als auch den Garenfelder Lennhof, mit einem Anteil von 80 Scharrechten an der Garenfelder Mark. Insgesamt besaßen sie mit 110 Scharrechten den größten Einzelanteil an der Garenfelder Mark. Danach durften sie in guten Jahren bis zu 55 Schweine zur Eichelmast in die Mark treiben oder treiben lassen.
Philipp von Syberg war mit Anna Elisabeth von Cloet zu Hennen verheiratet. Von den vier Kindern der Eheleute, Heinrich, Berthold III., Philipp Niclas und einer namentlich nicht bekannten Tochter, erbte Heinrich die Güter zu Schwerte und in der Mark.
Der Ehevertrag wurde am 10. Juli 1803 von der Kaiserlich-russischen Regierung bestätigt, mit der Bewilligung für Graf Michael und seine Nachkommen, Wappen und Namen der von Syberg zu Wischlingen anzunehmen und zu führen und sich Grafen und Gräfinnen v. d. Broel-Plater genannt von Syberg zu Wischlingen, zu nennen und zu schreiben. Gleichzeitig erfolgte auch in Preußen und Österreich die Anerkennung des Grafenstandes der Familie.
Das obere Haus Hees geht auf eine Teilung des ursprünglichen Samtbesitzes in das ältere Untere Haus und das jüngere Obere Haus von 1513 zurück. Zum Oberen Haus Hees, einem Gräftenhof der 1583 fertiggestellt wurde, gehörten die Erblehnhöfe Wurmbach, Mittelhees, Weiden, Berghaus, Solbach und Buchen, dazu Jagdgerechtigkeiten, Fischereien, Wälder und Hauberge.
Unklar bleibt die Gestalt des Wilhelm Philipp Detmar v. Syberg zu Sümmern, der 1768 die Stadt Schwerte auf Zahlung von 421 Reichstaler verklagte, die er der Stadt im Siebenjährigen Krieg vorgeschossen hatte. Es kann sich aber keineswegs um einen Bruder des Nicolaus Günter handeln.
Zusammen mit dem Sohn Josef übersiedelte Nicolaus Günter im Jahre 1819 von Nasburg nach Lenggries bei Bad Tölz in Bayern, wo er den Emmerichshof erwarb. Am 11. Juni 1819 wurde er in die Freiherrenklasse der Adelsmatrikel des Königreichs Bayern eingetragen. Als Nicolaus Günter von Syberg 1832 zu Lenggries starb, beerbte ihn sein Sohn Josef. Ihm folgte dessen einziger Sohn Paul (* 1848). Aus dessen erster Ehe mit einer Gräfin Messey de Bielle (*1850 # 1884) entstammten die Töchter Maria Isabella (* 1875 # 1960 in München) und Adelheid (* 1879 # 1958 in Heidelberg).